Istrien

Die Halbinsel Istrien, neben Dalmatien die bekannteste Urlaubsregion Kroatiens, liegt im äußersten Nordwesten des Landes. Ins italienische Triest ist es nur ein Katzensprung, und nach Klagenfurt nicht einmal halb so weit wie nach Dubrovnik.

Die Straßenschilder sind hier zweisprachig statt nach Rovinj, Pula oder Porec kann man auch nach Rovigno, Pola oder Parenzo fahren. Ebenfalls talienisch muten die Speisekarten der Restaurants an, ganz zu schweigen von dem Flair so mancher bezaubernden Hafenstadt, die ganz selbstverständlich von einem Glockenturm (Campanile) überragt wird.

Angesichts der Tatsache, dass Istrien quasi vor der Haustür Italiens liegt, verwundert dies kaum: Nach den Römern hatten die Venezianer über Jahrhunderte hinweg Ansprüche auf die istrische Halbinsel geltend gemacht. Und als die Donaumonarchie, die nach dem Untergang Venedigs Ende des 18. Jh. über ganz Istrien herrschte, nach dem Ersten Weltkrieg endgültig zusammenbrach, wurde Istrien nicht Teil des Königreichs der Serben, Kroaten und Slowenen (SHS), sondern von Italien annektiert, was ohne Zweifel Spuren im Lebensstil und Lebensgefühl hinterlassen hat.

Wer die quirlige Küstenregion mit ihren geschicht strächtigen Städten verlässt und ins Landesinnere vordringt, könnte sich auch in der Toskana wähnen - Olivenhaine, Weinberge und trutzige Dörfer prägen das Landschaftsbild und laden zu Entdeckungsreisen fernab bekannter Pfade ein. Nicht umsonst ist der Agrotourismus gerade in Istrien in den letzten Jahren zu einer festen Größe geworden. Wer das Besondere liebt, verbringt seinen Urlaub in einem liebevoll restaurierten Bauernhaus im Landesinneren, erkundet am Vormittag per Fahrrad die Schönheit der nähreren Umgebung und erholt sich am Nachmittag am Strand, der nie weiter als 30 km entfernt ist.
Seinen Namen verdankt Istrien übrigens den Histrern, die vor rund 2500 Jahren an den Küsten und im Landesinneren der Halbinsel lebten und Hunderte kreisförmiger Oppida gründeten, in deren Mitte meist ein Hügel aufragte. Später wurden auf diesen Hügeln befestigte Dörfer angelegt, die noch heute zu bewundern sind - etwa Labin oder Motovun.

Kroatien Birgit Gläser
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Ihre Kommentare

  • istrien Istrien

    Sie werden mitelalterliche Städte auf den malerischen Hügelgipfeln gelegen und mit befestigten Mauern umgeben, bewundern. Von oben bietet sich ein grosartiger Blick auf das umgebende Tal, die Felder und die Berge. Wir halten im Städtchen Pazin in Zentralistrien, um das Schlos und das Ethnographische Museum zu besichtigen, wo das Folklorerbe, die Wafen und die Keramikgegenstände, die von der Lebensart in diesem Gebiet im Laufe der Jahrhunderte zeugen, ausgestelt werden.

    datum 2011-09-29 20:04:13, per host-89-229-85-147.szczecin.mm.pl
    Forum Istrien

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