Brijuni

Nur 3 km von dem kleinen Fischerhafen Fazana an der istrischen Südwestküste entfernt erstreckt sich eine Inselwelt von bezaubernder Schönheit, die 1983 zum Nationalpark erklärt wurde. Dank ihres milden Klimas mussten die Brijunischen Inseln schon zu römischer Zeit als Sommerfrische für die wohlhabenden Bürger von Pula herhalten; auf Veli Brijun, der größten Insel des Archipels, sind die Reste einer römischen Villa aus dem 1. Jh. zu besichtigen.

Was den Römern gefiel, ließ auch die Habsburger nicht kalt: 1893 erkannte der reiche österreichische Industrielle Paul Kupelwieser das touristische Potenzial der Inseln und kaufte sie kurzerhand auf. Kein geringerer als Robert Koch erhielt den Auftrag, die Eilande von der Malaria zu befreien und damit für die Prominenz tauglich zu machen. Diese stellte sich alsbald ein und genoss die luxuriösen Hotels auf Veli Brijun, die Golf und Tennisplätze, die Pferderennbahn sowie das Casino; zu den berühmten Gästen der damaligen Zeit gehörten Erzherzog Franz Ferdinand und Thomas Mann.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Veli Brijun zur Sommerresidenz von Marschall Tito, der in seiner Weißen Villa Gäste aus aller Welt empfing, darunter Fidel Castro und Königin Elizabeth II. Bei den Geschenken, die die Staatsgäste mitbrachten, handelte es sich mitunter um exotische Tiere und Pflanzen, die der Insel einen zusätzlichen Reiz gaben: In dem von Tito angelegten Safaripark tummeln sich noch heute Giraffen, Zebras, Straußen und Lamas.

Bemerkenswert ist jedoch nicht nur die importierte, sondern auch die einheimische Tierwelt: In den Parks und Wäldern der Brijunischen Inseln findet man eine Vielzahl von Vogelarten, die hier überwintern. Das Meer ist im Brijuni-Nationalpark so sauber, dass dort Schwämme und die bis zu 70 cm lange Steck oder Schinkelmuschel, in der man mitunter sogar Perlen findet, gedeihen.

Kroatien Birgit Gläser
IP:38.107.179.233, host: 38.107.179.233

Newsletter

Finde uns auf Facebook


© 2010-2012 sql 11