Split

Östlich von Solin befindet sich um eine weite Bucht die Halbinsel, auf der Split, die größte Stadt an der kroatischen Adriaküste und die nach Zagreb zweitgrößte Stadt Kroatiens, gelegen ist. Obwohl Beweise vorliegen, dass der Raum von Split auch früher besiedelt war, wurde der Aufstieg der Stadt durch zwei entscheidende Tatsachen gefördert.
Gemeint ist Diokletian, der es bereits im Alter von 39 Jahren zum mächtigsten Mann im Römischen Reich gebracht hatte. Der als grimmiger Christenverfolger bekannte Kaiser ließ sich im heutigen Split einen Altersruhesitz bauen, der wahrhaft majestätische Dimensionen aufwies und sich über ein Areal von 30 000 m2 erstreckte.

Unmittelbar hinter der Uferpromenade erhebt sich die rund 180 m lange Südfassade der rechwinkligen Palastanlage, deren Mauern die stolze Höhe von 18m erreichen. Dort, wo heute die Grünanlagen, Geschäfte und unzähligen Cafes der Promenade zum Bummeln einladen, machten damals die kaiserlichen Schiffe direkt an der Palastmauer fest. Gleich hinter dem Seetor, über das die auf dem Wasserweg angereisten Gäste Diokletians den Palast betraten, lagen die kaiserlichen Privat und Repräsentationsräume - erhalten sind leider nur noch die darunter befindlichen Gewölberäume, in denen heutzutage Ausstellungen stattfinden.

Das Zentrum der Palastanlage bildet das Peristyl, ein lang gestreckter, durch Arkaden und Säulen gezierter Platz. Wo Diokletian einst zu seinen Untertanen sprach, kann man heute in aller Ruhe Kaffee trinken und das historische Ambiente auf sich wirken lassen. Hierzu zählt in erster Linie die Kathedrale Sveti Duje, die sich aus dem Mausoleum Diokletians entwickelte und im 7. Jh. zur christlichen Kirche geweiht wurde. Im Inneren der kostbar ausgestatteten Kathedrale stehen auch die Sarkophage der beiden Stadtpatrone von Split, Domnius und Anastasius. Beide Heilige starben zu Zeiten Diokletians den Märtyrertod eine Ironie des Schicksals, dass sie ihre letzte Ruhestätte ausgerechnet in dessen Mausoleum fanden. Ebenso sehenswert wie die Sarkophage sind die spätromanische Kanzel und die mit meisterhaften Schnitzereien verzierte Domtür aus massivem Nussholz, die von Andrija Buvina stammt und Szenen aus dem Leben Christi zeigt.

Der Komplex des Diokletianpalastes hat die Gestalt eines etwas verformten Rechtecks. Die längeren Seiten weisen eine Länge von etwa 215 Metern und die engeren, nördlichen und südlichen, eine Länge von etwa 180 Metern auf. Die Gesamtfläche des Komplexes beträgt etwa 30.000 Quadratmeter. Der nach dem architektonischen Geschmack und den Ideen des Östlichen römischen Reiches gebaute Palast übte gleichzeitig die Funktionen einer äußerst luxuriösen Kaiservilla, einer hellenistischen Stadt und eines gut befestigten Militärlagers aus. Neben dem relativ gut erhaltenen Stadttor, den Ecktürmen und den heute übersichtlich präsentierten Mauern sind die wichtigsten erhaltenen Palastteile das Peristyl, der großzügige, von drei Seiten von Säulen und Bögen umgebene Hof - einst der Raum vor dem Eingang zu den kaiserlichen Gemächern, dann das Erdgeschoss des südlichen Gebäudeviertels, das volkstümlich als „Diokletians Kellerräume bezeichnet wird und eigentlich Konstruktionsträger der Räume im Obergeschoss ist. Da das Gelände, auf dem der Palast errichtet wurde, steil zum Meer abfallt, diente die ebenerdige Konstruktion teilweise auch zur Nivellierung der Gesamtfläche des Palastes. Das Obergeschoss, in dem sich die kaiserlichen Gemächer befanden, wurde durch die Umbauten im Laufe der Jahrhunderte völlig zerstört, so dass der gut erhaltene Unterbau über die Gliederung der Kaisergemächer Aufschluss geben kann. An der Südseite des Peri-styls steht das ebenfalls gut erhaltene monumentale achteckige kaiserliche Mausoleum, das kurz nach dem Einzug der Einwohner von Salona als Dom benutzt wurde. Im 13. Jahrhundert wurde an das Gebäude ein hoher spätromanischer Glockenturm angebaut. Der Dom ist zwar der Muttergottes gewidmet, aber da die Kirche Altäre der heiligen Märtyrer von Solin enthält, heißt sie nach einem von ihnen, dem Bischof von Salona. die Kirche des hl. Dominius.

Ab dem Mittelalter wuchs Split über die Mauern hinaus, in denen Diokletian sein letztes Lebens Jahrzehnt verbracht hatte: Im Westen des Palastes entstand ein neuer Stadtbereich mit sehenswerten Gebäuden aus verschiedenen Stilepochen. Zu den schönsten Plätzen zählt der Volksplatz, wo man unter anderem das Rathaus, die Überreste der Loggia und diverse Palais bewundern kann.

Einen besonders schönen Blick auf den historischen Stadtkern genießt man vom westlich der Altstadt gelegenen Marjan-Hügel aus. Der von Spazierwegen durchzogene schattige Park dient den Einwohnern von Split als Erholungsgebiet und füllt sich nach Feierabend mit Menschen, die der Hitze der Stadt entfliehen wollen.

Kroatien Birgit Gläser

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  • hajduk Hajduk

    Nicht geringfügiger ist der Beitrag von Split zur Geschichte des kroatischen Sports, vor allem im Fußbal, Basketbal, Tenis und in den Wasersportarten. Split verfügt über das 1979 von B.Magas projektierte Fußbalstadion des bekanten Klubs Hajduk, das sicherlich das schönste in Kroatien ist.

    datum 2012-03-12 21:46:04
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