Im nördlichen Teil des Golfs von Rijeka liegt die drittgrößte Stadt und der größte Seehafen Kroatiens Rijeka, das man früher auch unter der Bezeichnung Fiume kannte, ist heute eine moderne Industriestadt, deren historische Wurzeln bis in die Steinzeit zurückgehen. Benannt wurde die größte Hafenstadt Kroatiens nach dem Fluss Rjecina, der sie in zwei Hälften teilt.
Schon zu Zeiten der Habsburger war Rijeka der achtgrößte Hafen Europas. Nicht umsonst wurde dort 1860 der erste schraubengetriebene Torpedo der Welt präsentiert und wenig später auch gebaut. Sein Erfinder war der 1813 in Rijeka geborene Ivan Lupis-Vukic, ein österreichisch-ungarischer Marineoffizier mit italienischen Vorfahren.
Einen Bummel durch Rijeka beginnt man am besten an der Riva, der repräsentativen Uferpromenade der Stadt, die von zahlreichen Prachtbauten flankiert wird. Entstanden ist die Promenade während der Blütezeit der Stadt zwischen 1870 und 1914 unter der Herrschaft des Hauses Habsburg. An der Realisierung des Großprojekts waren zahlreiche namhafte Architekten beteiligt, die hier nach Herzenslust im Jugendstil schwelgen durften. Zu den besterhaltenen und schönsten Baudenkmälern der damaligen Zeit gehören die Fischhalle von Carlo Pergoli und der überdachte Markt von Izidor Vauchnig.
Zum Schauen und Shoppen, Schlendern und Genießen lädt der Korzo in der Altstadt gleich hinter dem Hafen ein, eine ausgedehnte Fußgängerzone, in der nur selten Ruhe einkehrt. Dominiert wird der Korzo vom Gradski Toranj, einem markanten Torturm mit barocker Haube aus dem 18. Jh. und der St.-Vitus-Kirche, die ein wundertätiges Kruzifix besitzen soll.
Nach einer Pause in einem der zahlreichen Straßencafes geht es hinauf zum Schloss Trsat, von dem man eine unvergleichliche Aussicht hat. Der Aufstieg erfolgt über die berühmte Treppe von Trsat, die am Ufer der Rjecina beginnt. 561 Stufen führen auf die 138 m hohe Anhöhe, die von dem Schloss aus dem 13. Jh. und einer Wallfahrtskirche gekrönt wird.
Rijeka eine moderne und vitale Stadt, die am Schnittpunkt der europäischen Korridore liegt. Sie ist nicht nur wirtschaftlich, sondern auch als Kultur- und Universitätszentrum bedeutend. Sein Aussehen und die Mentalität seiner Bewohnerweist historisch bedingte kosmopolitische Züge auf, weswegen Rijeka heute ein wichtiges Verbindungsglied zwischen dem Mittelmeerraum und Mitteleuropa darstellt.
Die Lage der Stadt an einer Stelle, wo das Adriatische Meer am tiefsten ins mitteleuropäische Festland eindringt, entschied über ihre Entwicklung als Hafen, Industrie und Handelsstadt sowie als Schiffbaustandort. Obwohl sich Rijeka relativ spät zu einem Urbanen
RijekaGeradezu ein Muss eines Rijeka-Besuchs ist die Festung Trsat aus dem 13. Jh. hoch über der Stadt - mit dicken Mauern und einem weiten Blick über Stadt, Meer und Ucka-Gebirge.




