Cres
Mit über 400 km2 ist die Insel Cres die zweitgrößte der Kvarner-Region. Allerdings leben nur ca. 3500 Menschen auf dem eher provinziellen, kargen und schlauchartigen Eiland, das von Steinmäuerchen und herrlich duftenden Krautern überzogen ist. Im Süden ist Cres mit der Insel Losinj durch eine Drehbrücke verbunden. Auf der Insel sind die meist kahlen Berge bis zu 650 m hoch. Kleine touristische Zentren sind der gleichnamige Hauptort Cres mit seinem großen Jachthafen, das heimelige uralte Musikstädtchen Osor, der kleine Badeort Valun und nicht zuletzt Martinscica mit seinem großen und sehr gut ausgestatteten Campingplatz und zahlreichen Ferienwohnungen.
Der Archipel von Cres-Losinj erstreckt sich vom Nordwesten gegen Südosten in einer Länge von 99 km mit einer Totalfläche von 513 km2. Dies ist insgesamt 16% der Oberfläche der adriatischen Inseln. Der westliche Teil der Kvarnerinseln umfaßt folgende Inseln: Cres, Losinj, Unije, Ilovik, Susak, Vele und Male Srakane, dazu kommen noch einige unbewohnte kleine Inseln.
Von Haustieren sind am zahlreichsten die Schafe, die ein idyllisches Bild dem steinernen Inselboden gewähren. Neben dem schmackhaften Schafkäse, weitbekannt ist das Lammfleisch von Cres. Die Gewässer um die Inseln herum, sind an verschiedenen Fischarten reich: Barsche, zahnfische, Skarpinen, Goldbrassen und andere, sowie reiche Schwärme von Blaufisch. Diese Gebiete sind auch bekannt für Mengen von Muscheln und Krebsen bestehen in der Bucht von Valun; gute Fanggründe auch von Seespinnen und Tintenfischen.
Im hübschen autofreien Badeort Valun kann man in l der Ortskirche die Tafel von Valun mit lateinischer HSj und glagolitischer Inschrift aus dem 11-12. Jh. betrachten.
Einen Besuch lohnt die 3500 Jahre alte Fluchtburgsiedlung Lubenice, auf einem Felsplateau hoch über dem Meer erbaut. Unten leuchtet eine türkisfarbene Badebucht.
Am südlichen Ende von Cres, gegenüber der Insel l Losinj, liegt das 4 000 Jahre alte Städtchen Osor mit geschichtsträchtigen Denkmälern. Die im Ortskern aufgestellten Bronzefiguren Musizierenderweisen auf die jährlich im Sommer stattfindenden Musikabende in der Marienkathedrale aus dem 15. Jh. hin. Osor war bereits unter den Griechen besiedelt und ist der älteste Ort der beiden Inseln. Unter den Römernwar Osor eine Großstadt mit 20000 Einwohnern (heute 100!), war von einer mächtigen Stadtmauer umgeben und besaß Tempel, ein Forum, Paläste und ein Theater. Aus dieser Epoche ist leider nichts mehr erhalten, lediglich Ruinen des Benediktiner und des Franziskanerklosters erinnern an die damaligen Glanzzeiten. Funde aus jener Periode zeigen das kleine archäologische Museum und die Schatzkammer im Bischofspalast.
Übrigens hat die kroatische Währung Kuna in Osor ihren Ursprung. 1018 kaufte sich die Stadt von Venedig mit einem Vertrag frei: 40 Marderfelle mussten jährlich als Tribut bezahlt werden. Eine Bronzeplastik erinnert daran.